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Im Iran hat sich die Menschenrechtslage im Juli 2026 weiter verschärft. Nach Angaben von Iran Human Rights Monitor wurden mindestens 87 Menschen hingerichtet – darunter drei Frauen, zwei zur Tatzeit Minderjährige und neun politische Gefangene. Zwei Hinrichtungen fanden öffentlich statt. In 73 Fällen machten die iranischen Behörden keine offiziellen Angaben.

Besonders besorgniserregend sind die Hinrichtungen von Menschen, die im Zusammenhang mit Protesten festgenommen worden waren, sowie neue Todesurteile gegen politische Gefangene. Berichten zufolge wurden mehrere Betroffene gefoltert, zu Geständnissen gezwungen oder daran gehindert, unabhängige Rechtsanwälte zu wählen. Die Hinrichtung von Personen wegen Straftaten, die sie als Minderjährige begangen haben sollen, verstößt gegen internationale Menschenrechtsabkommen.

Im Qezel-Hesar-Gefängnis traten rund 1.500 zum Tode verurteilte Gefangene in einen Hungerstreik. Auch ihre Angehörigen protestierten gegen die drohenden Hinrichtungen. Gleichzeitig wurden aus den Gefängnissen Evin und Qarchak Misshandlungen, Überbelegung, mangelhafte medizinische Versorgung und menschenunwürdige Lebensbedingungen gemeldet.

Junge Stimmen für Freiheit e.V. fordert einen sofortigen Stopp aller Hinrichtungen, faire und transparente Gerichtsverfahren sowie den Schutz politischer Gefangener vor Folter und Misshandlung. Die internationale Gemeinschaft muss die gefährdeten Gefangenen aufmerksam begleiten und auf die Einhaltung der Menschenrechte im Iran drängen.

Quelle: Iran Human Rights Monitor

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