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Menschen halten Porträts des hingerichteten iranischen Demonstranten Shahram Sadeghi
Menschen halten Porträts des hingerichteten iranischen Demonstranten Shahram Sadeghi
Gedenken an Shahram Sadeghi

Die iranischen Behörden haben am Sonntag, dem 16. August 2026, den Demonstranten Shahram Sadeghi hingerichtet. Er war im Zusammenhang mit den landesweiten Protesten vom Januar 2026 in Karaj festgenommen und von einem Revolutionsgericht zum Tode verurteilt worden. Der genaue Ort der Hinrichtung wurde bislang nicht offiziell bekannt gegeben.

Die Justiz beschuldigte Sadeghi, am 8. Januar mit einem Fahrzeug mehrere Angehörige der Sicherheitskräfte verletzt und „operative Handlungen zugunsten feindlicher Staaten und Gruppen“ ausgeführt zu haben. Eine unabhängige Überprüfung dieser Vorwürfe war nicht möglich.

Nach Angaben der Organisation Iran Human Rights wurden seine im staatlichen Fernsehen ausgestrahlten Geständnisse unter Folter erzwungen und bereits vor Beginn des Gerichtsverfahrens veröffentlicht. Dies weckt schwerwiegende Zweifel an der Fairness des Verfahrens und an der Freiwilligkeit der Aussagen.

Die Hinrichtung von Shahram Sadeghi ist Teil einer besorgniserregenden Zunahme von Todesurteilen gegen Menschen, die im Zusammenhang mit den Protesten festgenommen wurden. Zahlreiche weitere Gefangene sind derzeit von der Todesstrafe bedroht.

Junge Stimmen für Freiheit e. V. verurteilt diese Hinrichtung entschieden und fordert einen sofortigen Stopp aller Hinrichtungen im Iran. Todesurteile, die nach intransparenten Verfahren und auf Grundlage mutmaßlich erzwungener Geständnisse verhängt werden, stellen eine schwere Verletzung grundlegender Menschenrechte dar. Die internationale Gemeinschaft muss sich entschieden für faire Gerichtsverfahren und den Schutz der bedrohten Gefangenen einsetzen.

Quelle: Iran Human Rights

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