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Eine gemeinsame Erklärung von 13 Nichtregierungsorganisationen mit UN-Beraterstatus und 17 Menschenrechtsverbänden wurde anlässlich der Sitzung des UN-Menschenrechtsrats in Genf offiziell eingereicht. Darin warnen die Organisationen vor der aktuellen Hinrichtungswelle im Iran und betonen die Verantwortung der internationalen Gemeinschaft.

Verbindung zu den Massenhinrichtungen von 1988

Nach Auffassung der unterzeichnenden Organisationen kann die gegenwärtige Hinrichtungswelle nicht losgelöst von den Massenhinrichtungen des Jahres 1988 betrachtet werden.

Javaid Rehman, ehemaliger UN-Sonderberichterstatter für die Menschenrechtslage im Iran, erklärte, dass die Hinrichtungen der Jahre 1981 bis 1982 sowie des Jahres 1988 als Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord einzuordnen seien.

Amnesty International dokumentierte zudem die Hinrichtung von Oppositionellen, die aufgrund ihrer Verbindung zur Organisation der Volksmojahedin Iran ins Visier genommen worden waren.

Hinrichtungen politischer Gefangener

Der Erklärung zufolge wurden Vahid Bani-Amerian, Abolhassan Montazer, Babak Alipour, Pouya Ghobadi, Akbar Daneshvarkar und Mohammad Taghavi zwischen dem 30. März und dem 4. April 2026 hingerichtet.

Der politische Gefangene Mehdi Khanki wurde demnach am 22. Juli 2026 in Karadsch hingerichtet. Ihm waren die Mitgliedschaft in der Organisation der Volksmojahedin Iran und die Teilnahme an den Protesten im Januar 2026 vorgeworfen worden.

Verantwortung der internationalen Gemeinschaft

Die beteiligten Organisationen fordern die internationale Gemeinschaft auf, angesichts der zunehmenden Hinrichtungen im Iran entschlossen zu handeln und die Verantwortlichen für schwere Menschenrechtsverletzungen zur Rechenschaft zu ziehen.

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